FAQ: Zink & Zinkmangel

FAQ: Zink & Zinkmangel

Die häufigsten Fragen rund um die Themen Zink und Zinkmangel haben wir hier für Sie beantwortet.

Was ist Zink?

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Von einem Spurenelement spricht man, wenn ein Mineralstoff im Körper nur in sehr geringen Mengen – also in Spuren – vorkommt. Der Körper kann kein Zink produzieren und es auch nicht in größerem Umfang speichern. Daher müssen wir das Spurenelement täglich in ausreichender Menge über die Nahrung aufnehmen. Eine Unterversorgung kann zu Mangelerscheinungen führen.

Für was ist Zink gut?

Zink spielt bei zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Körper eine wichtige Rolle. Es ist maßgeblich allen Wachstums- und Zellteilungsprozessen beteiligt und damit von Bedeutung bei der Bildung von Botenstoffen für unsere Nervenzellen sowie der Hormonbildung. Zink stärkt die Immunabwehr, unsere Sinneswahrnehmung, die Bildung von Haut, Haaren und Nägeln und fördert die Wundheilung. Das bedeutet – Zink ist ein echtes Multitalent und für unseren gesamten Stoffwechsel unverzichtbar.

Wissenswertes zum Thema Zink & Gesundheit

Wie viel Zink pro Tag braucht der Mensch?

Der Zinkbedarf ist individuell unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab – zum Beispiel von Alter, Geschlecht und bestimmten Einflüssen, die den Bedarf erhöhen können. Wie gut Zink aus der Nahrung aufgenommen werden kann, hängt zusätzlich von anderen Bestandteilen in unserer Nahrung ab. Phytat kommt vor allem in pflanzlicher Nahrung vor, wie Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten und hat die Eigenschaft Zink zu binden. Das gebundene Zink kann dann nicht mehr so gut von über den Darm in den Körper aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt daher eine höhere Zinkzufuhr bei einer Ernährungsweise, die viel Phytat enthält. Grundsätzlich empfiehlt die DGE bei einer mittleren Phytatzufuhr für Männer eine tägliche Zinkzufuhr von 14 Milligramm, für Frauen von 8 Milligramm.

Mehr erfahren zum Thema Zink-Tagesbedarf & Versorgung in Deutschland

Kann der Körper Zink speichern?

Unser Körper kann Zink nur in geringen Mengen speichern und nicht selbst produzieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir ausreichend Zink von außen zuführen. Allerdings wird die empfohlene tägliche Zink-Zufuhr oft nicht erreicht – das ist bei rund 32 Prozent der Männer und bei 21 Prozent der Frauen der Fall.1 Damit besteht das Risiko für die Entwicklung eines Zinkmangels.

Lesen Sie hier, wie Sie einen Zinkmangel beheben können

Wo ist viel Zink drin?

Austern, Krabben, Innereien und rotes Fleisch zählen zu den zinkreichen Lebensmitteln. Auch Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse enthalten das Spurenelement in größeren Mengen – allerdings kann der Körper Zink aus pflanzlicher Kost nicht so gut aufnehmen und verwerten. Das sollten vor allem Vegetarier und Veganer beachten.

Mehr erfahren über Zink in Lebensmitteln

Was fördert die Zinkaufnahme?

Einige Substanzen in unserer Nahrung wirken sich förderlich auf die Zinkaufnahme und -verwertung aus. Dazu zählt vor allem tierisches Eiweiß aus Fleisch, Fisch und Eiern. Auch einzelne Aminosäuren wie Cystein und Methionin, der Ballaststoff Inulin sowie bestimmte Säuren gelten als „Förderstoffe“ für die Zinkaufnahme.

Mehr zur Verfügbarkeit von Zink in Lebensmitteln

Was behindert die Aufnahme von Zink?

In unserer Nahrung kommen vielfältige „Hemmstoffe“ vor, die die Zinkaufnahme in den Körper beeinträchtigen können. Das gilt zum Beispiel für Inhaltsstoffe aus Getreide und Hülsenfrüchten sowie für Phosphate, die vor allem in Wurst, Schmelzkäse, Cola und Fertiggerichten enthalten sind. Auch Kaffee, Tee, Wein sowie höhere Dosen an Calcium, Kupfer und Eisen können die Zinkaufnahme behindern.

Mehr zur Verfügbarkeit von Zink in Lebensmitteln

Wann ist es sinnvoll, Zink einzunehmen?

Wenn sich ein Zinkmangel nicht durch die übliche Ernährung beheben lässt, sollte ein geeignetes Präparat eingesetzt werden, um die Versorgung gezielt zu verbessern und den Mangel auszugleichen. Zinkorot® 25 bietet gleich mehrere Vorteile: Es ist mit 25 mg Zink pro Tablette hoch dosiert und enthält eine organische Zinkverbindung. Organische Verbindungen können gut vom Körper aufgenommen werden. Zudem handelt es sich bei diesem Zink-Präparat um ein nach dem Arzneimittelgesetz zugelassenes Arzneimittel.

Mehr über Zinkorot® 25 erfahren

Wann nimmt man Zink am besten ein?

In der Regel wird Zink einmal täglich eingenommen. Ob die Zink-Einnahme morgens oder abends erfolgt, spielt dabei normalerweise keine Rolle. Wichtig ist jedoch, dass ein deutlicher Abstand zu den Mahlzeiten eingehalten wird. Denn manche Nahrungsbestandteile – beispielsweise in bestimmten Gemüsesorten, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten oder manchen Softdrinks – können die Aufnahme von Zink im Körper hemmen. Ähnliches gilt für Alkohol und Koffein.

Wie lange dauert es, bis ein Zinkmangel ausgeglichen ist?

Wie lange es dauert, bis der Zinkhaushalt wieder im Lot ist, kann man pauschal nicht beantworten. Denn zum einen hängt das davon ab, in welcher Dosierung Zink eingenommen wird. Zum anderen spielt auch eine Rolle, wie ausgeprägt der Zinkmangel ist. Die Dauer der Einnahme hängt also immer vom therapeutischen Erfolg ab. Fragen Sie daher im Zweifel Ihren Arzt um Rat.

Wie äußert sich ein Zinkmangel?

Da Zink an so vielen unterschiedlichen Funktionen in unserem Körper beteiligt ist, kann sich auch ein Mangel entsprechend vielfältig auswirken. Häufige Symptome sind beispielsweise eine erhöhte Infektanfälligkeit, brüchige Nägel, spröde Haare oder eine gestörte Heilung von Wunden.

Erfahren Sie mehr zu den Symptomen bei Zinkmangel

Warum ist Zinkmangel keine Seltenheit?

Unser Körper kann Zink nicht selbst produzieren. Wir müssen das Spurenelement deshalb regelmäßig über unsere Nahrung aufnehmen. Doch viele Faktoren können die Zinkversorgung beeinträchtigen. So kann zum Beispiel eine rein pflanzliche Ernährung die Entwicklung eines Zinkmangels begünstigen. Vegetarier und Veganer sollten also verstärkt auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten. Auch ältere Menschen sollten ihre Zinkversorgung gut im Blick behalten. Denn mit dem Alter lässt die Funktion der Verdauungsdrüsen und der Magenzellen nach. Dadurch wird weniger Magensäure produziert und der Körper kann Mineralstoffe und Spurenelemente aus der Nahrung schlechter aufnehmen.2 Außerdem können auch bestimmte Lebenssituationen oder Verhaltensweisen zu einem erhöhten Zinkbedarf und damit verbundenem Zinkmangel führen – zum Beispiel Schwangerschaft und Stillzeit, starker Stress3 sowie häufiger Alkoholgenuss.4, 5

Lernen Sie wichtige Risikogruppen für Zinkmangel kennen

Ist Zink gut für das Immunsystem?

Zink ist unverzichtbar für die Funktion des Immunsystems. Ein Mangel kann die körpereigene Abwehr schwächen und so dazu führen, dass die Anfälligkeit für Infekte steigt.6 Die Dauer grippaler Infekte kann Studien zufolge durch eine frühzeitige und am besten hoch dosierte Zinkeinnahme (innerhalb der ersten 24 Stunden nach Symptombeginn) verkürzt werden.7, 8

Wie Zink das Immunsystem unterstützen kann, lesen Sie hier

Was bringt Zink bei einer Erkältung?

Klinische Studien zeigen, dass sich die Dauer grippaler Infekte signifikant verkürzen kann, wenn Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach Symptombeginn eingenommen wird – also bereits beim ersten Kratzen im Hals. Die größten Effekte zeigten sich bei hochdosierter Gabe.7, 8

Wie wichtig ist Zink für die Haut?

Zink ist wichtig für die Wundheilung und ist auch an zahlreichen weiteren Prozessen in der Haut beteiligt (z. B. Regulierung der Verhornung und der Talgproduktion). Ein Zinkmangel kann sich daher auch auf die Haut auswirken und zum Beispiel dazu führen, dass selbst kleinere Verletzungen nur schlecht abheilen oder bestimmte Hauterkrankungen wie Akne oder Neurodermitis sich schwerer lindern lassen. Im Rahmen einer Studie mit Akne-Patienten konnte eine hoch dosierte Zinktherapie die Anzahl der Papeln und Pusteln um die Hälfte reduzieren.9

Wissenswertes zum Thema Zink & Haut

Was verursacht Zinkmangel?

Ein Zinkmangel kann verschiedenste Ursachen haben. Oft steckt eine unzureichende Zinkaufnahme über die Nahrung dahinter. Vor allem bei vegetarischer oder veganer Ernährung besteht die Gefahr, dass der Körper nicht ausreichend mit dem Spurenelement versorgt wird. Doch auch ein erhöhter Zinkbedarf (z. B. in der Schwangerschaft und Stillzeit), können einen Zinkmangel begünstigen. Hinzu kommt, dass bestimmte Grunderkrankungen sowie die Einnahme von Medikamenten die Aufnahme von Zink beeinträchtigen oder zu einer erhöhten Ausscheidung von Zink führen können.

Erfahren Sie mehr zu den Ursachen für Zinkmangel

Welche Krankheiten können Zinkmangel begünstigen?

Unter anderem tragen Diabetiker ein erhöhtes Risiko für einen Zinkmangel, da sie unter anderem vermehrt Zink über den Urin ausscheiden. 10Bei Menschen mit chronischen Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis, Akne, Psoriasis) sind die Zinkspiegel ebenfalls häufig erniedrigt.11 Ähnliches gilt im Fall chronischer Magen-Darm-Erkrankungen und bei Menschen mit allergischem Asthma.12

Lesen Sie mehr über die Ursachen von Zinkmangel

Können Medikamente zu Zinkmangel führen?

Ja, es gibt einige Medikamente, die dazu führen können, der Körper Zink aus der Nahrung schlechter aufnehmen kann oder das Spurenelement vermehrt ausscheidet. Die Folge kann ein zu niedriger Zinkspiegel sein. Unter anderem zählen bestimmte Antibiotika, Rheumamedikamente (sog. Penicillamine) sowie Abführmittel zu den möglichen Zinkräubern. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und setzen Sie verordnete Medikamente niemals eigenmächtig ab.

Erfahren Sie hier, wie Sie einen Zinkmangel beheben können
1 Nationale Verzehrsstudie II, 2008 durchgeführt vom Max Rubner-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
2 Deutsche Gesellschaft für Ernährung: http://www.fitimalter-dge.de/wissenswertes/ernaehrung-im-alter/physiologische-veraenderungen.html (zuletzt aufgerufen am 6.9.2017)
3 McClain et al.: Zinc and the stress response. In: Scand J Work Environ Health. 1993
4 Ekmekcioglu, Marktl: Essentielle Spurenelemente: Klinik und Ernährungsmedizin. 2006.
5 Singer, Teyssen: Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten. Grundlagen - Diagnostik - Therapie. 2005.
6 Wessels I, Maywald M, Rink L. Zinc as a gatekeeper for the immune function. Nutrients 2017, 9, 1286.
7 Singh M, Das RR. Zink for the common cold. The Cochrane Library. 2013, June 18(6).
8 Science M, Johnstone J, Roth DE, Guyatt G, Loeb M. Zink for the treatment of the common cold: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. CMAJ: 184 (10) 2012.
9 Dreno, Moyse, Alirezai et al.: Multicenter randomized comparative double-blind controlled clinical trial of the safety and efficacy of zinc gluconate versus minocycline hydrochloride in the treatment of inflammatory acne vulgaris. Dermatology. 2001; 203 (2): 135-40.
10 Chausmer: Zinc, insulin and diabetes. In: Journal of the American College of Nutrition. 1998.
11 Kim et al.: Hair Zinc Levels and the Efficacy of Oral Zinc Supplementation in Patients With Atopic Dermatitis. Acta Derm Venereol 2014.
12 Hung Guo et al.: Nutritional supplement therapy improves oxidative stress, immune response, pulmonary function, and quality of life in allergic asthma patients: an open-label pilot study. 2012.